Wir möchten unsere (und Ihre) Aufmerksamkeit zunächst auf die Anforderungen, Zusammensetzung und Aufbereitung des Wassers richten. 

Das Wasser aus der Leitung ist im Normalfall sauber und von extrem hoher Qualität. Die unterschiedlichen Wasservorkommen (Niederschlag, Oberflächen, Grundwasser, …) sowie geografische Besonderheiten, die Art der Aufbereitung und verwendete Materialien von Leitungen, Gefäßen, … sorgen allerdings für Schwankungen in der Zusammensetzung. Wasser ist Lösemittel für Mineralien, organische Verbindungen, Gase und Trägerstoff von Sedimente.

Gelatine ist ein sehr guter Nährboden für Pilze, Bakterien und Sporen.

In den Anfängen des Lichtdrucks gab es wohl auch mit dem Wasser bzw. dessen Zusammensetzung Probleme. Schwebstoffe, gelöste Substanzen und die verwendeten Gefäße und Gerätschaften sorgten für Verunreinigungen, die in der Gelatine Fehler verursachten. 

Um die lichtempfindliche Substanz (nach der Belichtung) aus der Gelatineschicht zu waschen braucht es Wasser und Zeit. Die benötigte Menge ergibt sich theoretisch aus der Löslichkeit des Stoffes in Wasser, die hier bei etwa 15g/l liegt. Gelatine löst sich in (kaltem) Wasser nicht auf sonder saugt sich voll und gibt das Salz deshalb nur langsam ab. Der Vorgang lässt sich durch Bewegung beschleunigen. Um nun das KaliumDiChromat vollständig aus der Gelatine herauszuwaschen bzw. eine Verdünnung von unter einem Prozent zu erreichen, braucht(e) es etwa 100 Liter. Früher wurde lange gewässert, häufig das Wasser gewechselt oder auch mit fließendem Wasser gearbeitet. 

Da mit dieser Methode die Problematik eines gewünschten „sauberen“ Wassers nicht gelöst wäre, wir vorhaben, mehr als eine Platte zu verarbeiten und etwas gegen Wasserverschwendung haben, sowie mit Lichtdruck 2.0 der Frage nachgehen, wie man heute Lichtdruck machen würde, werden wir den Problemen anders begegnen…

Unser Ansatz ist, das Wasser im Vorfeld zu „standardisieren“ und nach der Wässerung aufzubereiten.
Dazu werden wir mit Umkehrosmose in einem geschlossenen Kreislauf arbeiten.

Unser Ansprechpartner in Sachen Umkehrosmose, die RDL Group aus Ottobrunn, die zu den europaweit führenden Unternehmen der Trinkwasseraufbereitung zählt und uns bei unserer Arbeit unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind, schreibt zu dem Thema …

Der Umkehrosmose Wasserfilter funktioniert nach einem einfachen, aber ebenso genialen Prinzip der Natur – der Osmose. Werden 2 Lösungen mit einer unterschiedlich hohen Teilchenkonzentration durch eine halbdurchlässige Membran getrennt, entsteht der sogenannte osmotische Druck, denn die beiden Lösungen streben danach, ihre Teilchenkonzentration auszugleichen. Dieses Osmose-Prinzip ist lebensnotwendig, denn nur so kann der Zelleninnendruck ausgeglichen und der Wasserhaushalt in der Zelle reguliert werden.

Bei der Umkehrosmose wird dieser Osmose-Prozess – wie der Begriff schon verrät – umgekehrt: Die Osmoseanlage wird sozusagen in der Wasserleitung „zwischengeschaltet“. Auch hier werden 2 Flüssigkeiten durch eine sehr feinporige Membran getrennt. Auf eine der Flüssigkeiten wird der Druck erhöht, sodass das Wasser gegen die Membran gedrückt wird. Dadurch werden Verunreinigungen wie Nitrate, Pestizide oder Schwermetalle durchgedrückt. Das Ergebnis: auf der Seite mit dem höheren Wasserdruck bleibt nur das reine, saubere Wasser in Quellwasserqualität.

Die einzelnen Filterstufen bestehen dabei aus wechselbaren Kartuschen in Kunststoffgehäusen, die z.B. Sedimente wie Sand und Rost bis zu einer Größe von fünf Mikron zurückhalten, Aktivkohlefilter mit grobporiger Oberfläche, die organische Verunreinigungen wie Chlorteilchen, Geruchsstoffe oder auch Öle/Benzole entfernen bzw. reduzieren. Die Membran, das „Herzstück“, besteht aus vielen Lagen laserperforierten Polymer-Folien, die auf molekularer Ebene Bakterien, Fungizide, Nitrat und Medikamentenrückstände filtert. 

Für den Betrieb einer Umkehrosmoseanlage braucht es (nur) einen kontinuierlichen Wasserdruck, der bei ca. 3 bar liegt. Das Verhältnis von Rein- zu Abwasser beträgt ca. 1:1. 

Für den Betrieb werden Filterwechsel halbjährlich und Membranwechsel einmal im Jahr empfohlen.
Die Kosten einer Omkehrosmoseanlage für unsere Anforderungen inkl. Zubehör liegen bei ca. 400€.
Die Kosten für Filter- und Membranwechsel haben wir mit etwa 200 €/Jahr veranschlagt.

Zur Herstellung von Reinwassen entnehmen wir Leitungswasser und leiten das Abwasser in die Kanalisation.
Die Durchflussmenge liegt bei etwa einem Liter pro Minute. 

Kontrolle und Überwachung der Wasserqualität

Wir lassen das Leitungs- und Osmosewasser im Vorfeld und in regelmäßigen Abständen analysieren, um Aufschluss über die Zusammensetzung zu erhalten. Zur Kontrolle der Wasserqualität vor und nach der Filterung  kommt ein Leitwertmessgerät zum Einsatz, das über die elektrische Leitfähigkeit den „Reinheitsgrad“ in Partikel pro Millionen (PPM) was mit mg/l gleich zu setzen ist, misst.

(Unser) Leitungswasser hat im Durchschnitt etwa 220 – 320 PPM.
Das Ziel ist ein einstelliger Wert.

Da wir mit einem geschlossenen Wasserkreislauf arbeiten werden, kommen dann regulierbare Pumpen zum Einsatz, die Wasser wahlweise durch die Umkehrosmose oder auch die Kühlung leiten können. Das Abwasser wird zurückgeführt und erneut gefiltert. Die „Schadstoffe“ bleiben dann im Filter hängen, der dann entsorgt werden kann. 

Hauptaugenmerk liegt auf dem sicheren Umgang mit KaliumDiChromat. 

Die Theorie sagt : Sollte klappen.
Die Praxis wird es zeigen.