Beim Studium der Fachliteratur und in Gesprächen mit aktiven Lichtdrucker(innen) zeigte sich das „Problem“, dass als Kopiervorlage ein Halbtonnegativ Verwendung findet. Dieses muss in Druckgröße (1:1) erstellt werden, was bedeutet, dass man eine (Repro-) Kamera braucht, die das Format 100 x 70 cm abdecken muss. Zum Einsatz kamen (und kommen) Zweiraumkameras, die einen Bildkreis von 150 cm abdecken müssen und dementsprechend das Volumen eines Kleinbusses einnehmen. Das Material ist fotografischer Film, wie man ihn vom Fotografieren kennt – nur von der Rolle mit einem Meter Breite. Dieser ist Panchromatisch (empfindlich für alle Farben und Spektralbereiche), kann also nicht in Rotlicht verarbeitet werden und verlangt Nasschemie. Die Verarbeitung erfolgt in völliger Dunkelheit in der Schale oder mit Hilfe einer Entwicklungsmaschine, die sich jedoch erst bei hohem Durchsatz rentieren würde.

Dieses „Dilemma“ zu lösen war eines der ersten Probleme, die nach einer Lösung verlangten und mit verschiedenen Ansätze angegangen wurden. Es galt die Möglichkeiten der heutigen Zeit zu nutzen, die sich seit der Erfindung das Lichtdrucks doch ein wenig geändert haben…

Für die „Digitalisierung des Lichtdrucks“ sprechen verschiedene Gründe.

  1. Ökologie und Ökonomie
  2. Reproduzierbarkeit bzw. Standardisierung
  3. Die Vorlagen/Motive sind heute digital.

Das Problem dabei ist nicht das Motiv zu Digitalisierung, sondern die Ausgabe einer (Kopier-) Vorlage. Wir haben uns lange Zeit mit verschiedenen Ausgabemöglichkeiten beschäftigt und sind fündig geworden. Mittels Tintendruckverfahren ist inzwischen ein Detailreichtum (und Kontrastumfang) realisierbar, der jenseits des Auflösevermögen von Gelatine liegt.